Portrait einer KCK-Generation

17.05.2017 Portrait einer KCK-Generation

Portrait einer KCK-Generation

Seit 70 Jahre Garant der Freude

Recherchen vom Chronisten Herbert Fostel

 

„E paar Bube wolle e Vereinche gründe“, war der geringschätzige Kommentar einiger misstrauischer Zeitgenossen zu dem Vorhaben, mit dem im Jahr 1947 gegründeten Klübchen „ATLANTA“.

Die „Bube“ waren junge Männer zwischen 17 und 22 Jahren:

Karl Hermann Schmitt, Rolf Braun, Fritz Diehl, Hans Ackermann, Fritz Lutz und Toni Schauer.

Was war ihr Anliegen?

Nun, wer ihr beliebtes Motto kennt, wird auch den Impetus nachempfinden können, der seit 70 Jahren schon Motto einer Vielzahl von Veranstaltungen war: „Lachen spenden-Trübsal wenden.“

Als auf den Ruinen des zu 90% zerstörten Ortes Saat zu neuem Leben gelegt wurde, setzte man auch das Pflänzchen „ACK“. Es wuchs, veredelte sich zum „KCK“ und ist heute schließlich ein stattliches Gewächs.

Am 19.3.1947 fand in der Kostheimer Gaststätte „Zum Engel“, die Atlanta-Club- Gründungsfeier statt.

Am 11.11.1947 war schon Rolf Braun mit Zepter und Glocke in Aktion im Gasthaus „Zum Anker“. Es war die wirkliche Geburtsstunde des Clubs.

Als Anreiz zum Erwerb eines Loses in einer Club-Tombola wurde geboten: neben einen dreipfündigen Schwarzbrot als Hauptpreis gab es Anmachholz, Streichhölzer, eine Schachtel Reißnägel und Rasierklingen.

Dass passt so gar nicht zusammen mag heute ein Außenstehender bemerken, für denen der Club zu jenen Zeiten gehört, deren Aktivitäten sich auf der Sonnenseite des Lebens abspielen.

Damals stand es ihm aber sehr wohl zu Gesicht.

Man spielte zweimal in der Woche Kasperltheater für 10 Pfennig Eintritt, um die Saalmiete zu zahlen.

Das in mühevoller Eigenarbeit errichtete Clubheim im ehemaligen Heereszeugamt beherbergte die erste Narrhalla, und es war der 8.August 1948, als man mit einem „Großen Bunten Abend  das Werk feierte“.

„ Eintritt 1 DM“ und „Bitte Gläser mitbringen“!- stand auf den Einladungen, welche die immer noch kärglichen Zustände dokumentierten.

Es war aber ein bedeutender Schritt getan. 

Der „KCK- Knüller“ ab 1950 war die nur den Herren zugängliche Nachthemdensitzung.- „Die Knöllchen wurden stets sauber verpackt!“-

Dies war ein Bestandteil der Fastnacht vom Club, wie das „Rippchen zum Kraut“, wurde in einem Rückblick auf „3x11 Jahre KCK“ gepriesen.

Im Jahre 1953 kam es zur ersten geschlossenen Veranstaltungsreihe mit närrischer Generalversammlung, Ordensfeier, zwei Damensitzungen und einer Sondersitzung für Kriegsbeschädigte und Rentner.

In der darauffolgenden Kampagne veranstaltete man den einzigen „Kreppelkaffee“.

Ein Jahr später bildeten der KCK und die Jocus-Garde eine „närrische Achse“, um sich danach jedoch „Im guten Einvernehmen“ wieder zu trennen.

In der zehnten Kampagne schickte der Hessische Rundfunk zum ersten Mal einen Übertragungswagen nach Kastel und KCK- Fastnacht in den Äther.

Am 23.März 1952 wurde die Umwandlung des Atlanta- Club in Karneval-Club in der Jahreshauptversammlung beschlossen.

Erwähnenswert dazu ist das „technische Kommando“ – das heutige „TUB“- die gerade durch betont unauffälliges Wirken so effektiv zum Gelingen der Veranstaltungen beitragen.

Schon früh hat man im Club erkannt, das alle Narretei, und wenn sie noch so gekonnt sei, auf zusätzliche materielle Unterstützung von außen nicht verzichten werden kann.

So wurde mit dem „ Großen Rat“ ein Gremium ins Leben gerufen, das zweifelsohne einen bedeutenden Anteil am kontinuierlichen Aufstieg hat und eines der Garanten für das hohe Niveau des KCK sind.

Von nun an war das Interesse ausschließlich auf die karnevalistische Seite des Programms ausgerichtet.

Namen, wie Karl Hermann Schmitt, Horst Sprung und Fritz Diehl, die bis 1954 den Verein führten, schieben sich in den Vordergrund.

Mit Rolf Braun ist die „Erfolgsgeschichte des KCK“ untrennbar verbunden.

Schon als Präsident der ersten Stunde gehörte er zu den Avantgardisten einer KCK- eigenen Fastnacht.

Ehrenpräsident Jürgen Müller über das Charisma von Rolf Braun, der das Motto 1978 geprägt hatte: „Rechts des Rheins ist auch noch Mainz“!

„Rolf Braun war für den KCK ein Glücksfall.“

Der beste Sitzungspräsident, 50 Jahre beim KCK , 25 Jahre bei der Fernsehsitzung.

Er führte den KCK 43 Jahre erfolgreich als Präsident und machte ihn letztlich zu dem, was er heute ist:

Einer der bekanntesten Fastnachtsvereine, nicht nur in Mainz, sondern in der ganzen Region.“

1962 waren die Clubisten zum ersten Mal mit einem Wagen an der Straßenfastnacht der Domstadt beteiligt.

Der KCK ist ab 1965 als Koorperation bei den Fernsehsitzungen vertreten.

Erstmals im ZDF mit „Mainz bleibt Mainz“.

Zu damaligen Zeiten war die ausgestrahlte Fernsehsitzung mit 68% Sehbeteiligung eine der beliebtesten Unterhaltungssendungen im ZDF!

1966 wurde das Bürgerhaus in Kastel eingeweiht.

Der KCK wechselte von der Schulturnhalle am Ludwigsplatz(1952-1965), der heutigen Gustav-Stresemann-Schule seinen Veranstaltungsort.

1970- Das Motto lautete „Menschen, Narren, Sensationen.“

Das umfangreiche Programm wurde um eine Sondersitzung für den Südwest- Funk ergänzt.

Dies wurde mitgestaltet vom Gonsenheimer-Carneval-Verein aus der Kasteler Narrhalla über den Äther.

1978 erfolgte der Zusammenschluss der beiden Mainzer Live- Fernseh-Sendungen „Mainz wie es singt und lacht“ (ARD) und „Mainz bleibt Mainz“ (ZDF) Der KCK ist dabei fest integriert bis zu heutigen Zeiten!

Schon seit den Gründungstagen ist das Engagement für einen wohltätigen Zweck bei KCKlern nie abgeebbt, womit stets auf`s Neue bewiesen wird, dass Karnevalisten auch jenen Freude bereiten können, denen das Schicksal übel mitgespielt hat.

Lang ist die Liste der „karikativen Aktivitäten“ in der stolzen Clubgeschichte.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen, wegen der einschneidenden Brandschutzvorgaben, fand 2014 der Umzug in die Rheingoldhalle-Gutenbergsaal nach Mainz statt.

Geschäftsführer Bardo Frosch weist hin, „dass der Club, bei einem zeitgemäß ausgestatteten Neubau eines „Gemeinschafts-Bürgerhauses“, dies durchaus als Alternative für eine Rückkehr einplanen könnte.

Auf dem „ Weg zu neuen Ufern“ ist der KCK mit Prof. Dr. Dirk Loomanns und Präsidium mit viel Leidenschaft und Kalkül.

Der Club öffnet sich mit viel Nachhaltigkeit auf allen Ebenen.

Eine Premiere war am 21.Januar 2017 im Kasteler Bürgerhaus mit einer „Nachthemdensitzung“ für Damen und Herren.

Alle im „Nachthemden-Look“ als Hommage an die legendären KCK-Herrensitzungen von anno dazumal.

Im neuen pfiffigen und tollen Programmablauf mit zwei „Show- Bühnen“ im Saal wurde dies präsentiert.

Eine absolute Novität in AKK!

Für die Kampagne 2018 ist die etwas „andere Sitzung mit Zippelkapp“ mit Tanzparty fest terminiert. „Werft die Kappe dorchenanner“!

Auf dieser Grundlage beruht die freundschaftliche Bande vom KCK zu anderen Karnevalvereinen, mit –ausverkauften-Gemeinschaftssitzungen.

Mit dem Carnevalclub Weisenau (CCW) präsentiert der KCK im Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle in der Kampagne 2018 erstmals eine Gemeinschaftssitzung.

Vor über 2000 Zuschauern wird das Beste aus dem Sitzungen der jeweiligen Vereine mit dem Motto: „CCW und KCK einfach wunderbar“- am 28.01.2018- manche Überraschung ist angekündigt. 

Das Wort „KCK-like“ ist zu einem Qualitätsbegriff geworden!

Dies schließt nicht aus, dass der KCK ständig auf der Suche nach neuen Gesichtern ist, und jungen Fastnachtern gern eine Chance geben will.

„Wolle mer´n eroilasse?“ Auf gut Deutsch die Frage, ob Sitzungspräsident Bardo Frosch einen hereinlassen, ihn also „mitspielen“ lassen will auf der Bühne des KCK. 

Dazu gehört auch die Initiative am 12. Mai in den Räumlichkeiten  der Kasteler Jocus-Garde in der  Reduit: Ein „Fastnachts-Slam“ - Talente sichten und fördern.-

Das Bekenntnis des Clubs zu seinen Wurzeln wird durch sein komfortables „ Rolf Braun Haus“ in der Mainzer Straße sowie ein käuflich erworbenes  großes Areal mit Wagenhalle im Kasteler Gewerbegebiet fundiert -Georg Beatzel-Straße-dokumentiert.

Bei den AKK-Umzügen- Fastnachtsamstag ist der Club jeweils mit einen Tross vertreten.

„Solidarisch Flagge“ zeigte auch dazu der KCK-Präsident mit seiner diesjährigen Teilnahme.

Die umfangreichen angekündigten Veranstaltungen im Laufe des Jahres für „Jedermann“ gehören zu den weiteren Optionen des renommierten Karneval-Club Kastel.     

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Chronik Chronik Vom Atlanta-Club zum KCK. Die erste Nachthemdensitzung und die Ära Rolf Braun.

Aktive Aktive Alle Infos zu den KCK-Aktiven vor und hinter der Bühne.
Bilder, Texte und Videos.

Termine

10.
Dez.
Weihnachtsfeier (intern)
Favorite Parkhotel | Mainz
Beginn:16:00 Uhr

06.
Jan.
Fahnenhissung
Bürgerhaus & Rolf-Braun-Haus | Kastel
Beginn:11:11 Uhr

07.
Jan.
Ordensfeier (intern)
Atrium Hotel | Finthen
Beginn:10:33 Uhr

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