Das erste Mal beim KCK im Komitee

13.02.2017 Unser Neu-Komiteeter Daniel Vetter, berichtet über seinen ersten Einsatz im KCK Komitee…

Mein „erstes Mal“ beim KCK im Komitee

Der Tag begann für mich schon einmal sehr närrisch, nämlich im Bad mit „Am Rosenmontag bin ich geboren“. So ähnlich sollte dann dieser Tag bzw. diese Nacht im Zeichen des KCK auch enden.

 

 

15:00 Uhr alles war gerichtet, das Hemd dank meiner lieben Freundin gebügelt, die Schuhe poliert und die Orden schön aufgereiht. Ich war mehr als startklar, allerdings schoss das „Konfetti in der Blutbahn“ von Minute zu Minute immer mehr durch meine närrischen Adern. Noch einmal schnell unter die Dusche gehüpft  und mich frisch gemacht, die Haare gestylt und das Deo gezückt. So, jetzt ab in die närrischen Kleider des KCK, in die Hose geschlupft, das Hemd über den Kopf gezogen, Weste an und in den Gehrock gehüllt. Zum Schluss ganz stolz die Orden umgelegt und die KCK-Kapp aufgesetzt. Jetzt war ich mehr als bereit für meinen ersten Einsatz im KCK-Komitee, jedenfalls sah ich so aus.

 

16:20 Uhr Abfahrt Boelckestraße in Mainz-Kastel. Auf der Theodor-Heuss-Brücke angekommen, direkt den Blick auf mein „goldisch Meenz“ gerichtet. Der Dom, die Rheingoldhalle, das Deutschhaus, St. Peter, das Kürfürstliche Schloss und die Christuskirche. Unzählige Male richtete ich den Blick schon von der Kasteler Seite auf meine Geburtsstadt und verliebte mich immer wieder neu in mein schönes Mainz am Rhein.

 

Ankunft Rheingoldhalle, ein erstes Helau war zu hören. Die ersten Hände wurden geschüttelt und mehrfach wurde die Frage gestellt: „Bist Du nervös?“. Diese Frage war so einfach nicht zu beantworten. Aber vielleicht kann ich es jetzt  ganz gut mit „freudig aufgeregt“ besser beschreiben.

 

Dann ging es ab in die Maske und zwei Frauen verwandelten mich endlich mal, nach über 32 Jahren, in einen hübschen Mann. Jetzt wurde es wirklich langsam ernst. Noch eine finale Ansprache unseres Sitzungspräsidenten Bardo Frosch in den Räumen der Rheingoldhalle und ich war ganz im Dienste von Gott Jokus. Vor dem Gutenbergsaal noch schnell mit einem Komitee-Bruder die kleinen Sträußchen Blumen verteilt und schon erklang auch schon der Narhalla-Marsch.

 

Jetzt ging es wirklich los! Vom Spielmanns- und Fanfarenzug der Mainzer Ranzengarde angeführt, was mir im ersten Moment als langjähriges Mitglied der Mainzer Prinzengarde doch etwas schwer fiel, zog das KCK-Komitee in den Gutenbergsaal der Mainzer Rheingoldhalle ein. Auf der närrischen Rostra angekommen, begrüßte unser Sitzungspräsident Bardo Frosch in bekannter charmanter Art und Weise die Närrinnen und Narrhalesen mit gekonnten Versen. Hier durfte natürlich in den ersten Versen des Abends, der von Rolf Braun so gerne gebrauchte Leitsatz „Rechts des Rhein ist auch Mainz“ nicht fehlen. Ebenso machte Bardo Frosch noch auf die tollen neuen Kleider des KCK aufmerksam, die durch die hübschesten Komiteeter aus ganz Mainz überhaupt erst zur vollen Entfaltung kommen.

 

Die vierfarbbunte Narrenschau nahm gleich zu Beginn auch richtig Tempo auf. Direkt heißte Stefan Persch, Ehrenkomiteeter des KCK, dem Gutenbergsaal mal so richtig ein. Mit dem  Hit von Andreas Gabalier „Hulapalu“ landete Stefan Persch  mit einer „Humba, Humba Tätärä“-Version mehr als einen Volltreffer.

 

Dann wurde es mit dem „Domsgickel“ tierisch gut. Johannes Bersch, wie immer in tolles Kostüm gehüllt, machte den Närrinnen und Narrhalesen klar, dass es in Mainz schon seit Jahrhunderten „soziale Netzwerke“ gibt und das die „Woistubb“ ist.

 

Ebenso tierisch gut ging es mit den Eisbären weiter. Hierbei präsentierten die Eisbären dem Narrenvolk auch den „Ersten singenden Meenzer Paarweck“. Dies machte natürlich noch Appetit auf mehr und daher durfte die Zugabe mit dem Eisbärenlied natürlich nicht fehlen.

 

Weiter im närrischen Treiben ging es mit dem „Hoppes“. In unbeschreiblicher Grazie demonstrierte Hansi Greb Yoga in Perfektion. Hier machte der „Hoppes“ den sogenannten „Baum“ und stellte fest: „Kaum zu glauben, aber wahr, die Yoga Hysterie ist da.“

 

Danach wurde es mit dem „Troubadour von Meenz“ wieder musikalisch. Auf „Sweet Caroline“ sang Thorsten Ranzenberger etwas von „Weck, Worscht und Woi“ und danach gab es mit seiner Zugabe vom „Schwellkoppträger“ kein Halten mehr.

 

Nach diesem musikalischem Highlight folgte gleich der nächste Höhepunkt des Abends. In dieser Kampagne zum ersten Mal auf der KCK-Bühne, räumte „Fräulein Baumann“ mal so richtig ab und eroberte direkt die Herzen des Publikums. Ein Hering ihrer Freundin, der am Abend immer da und am Morgen doch immer wieder weg ist, machte „Fräulein Baumann“ mehr als zu schaffen. Dabei war dieser nur am Rollladen befestigt. Der Apotheker Dr. Markus Weber aus Weinheim verkörperte „Fräulein Baumann“, übrigens die letzte Überlebende aus Johannes Hesters Krabbelgruppe, mit unheimlich viel Witz und Charme.

 

Als vorletzten Programmpunkt des ersten Teils wurde es auf der KCK-Bühne noch einmal mehr als sportlich. Das Ballett „Fit for Dance“, unter der Leitung von Katrin de Jong, zeigte dem Publikum im Gutenbergsaal, dass das Motto „Waidmannsheil“ überhaupt nichts mit Langeweile am Hut hat.

 

Dass katholische Priester auch durchaus Jäger sein können, das demonstrierte einmal mehr der Flörsheimer Pfarrer Sascha Jung. Mit der Zeichnung seines ersten Orgasmus, welche er im Priesterseminar künstlerisch vor den Augen einer Nonne zeichnen musste, erntete Pfarrer Jung ein mehr als lautes „Ui-Jui-Jui-Au-Au-Au“. Am Ende seines Vortrags machte der Flörsheimer Pfarrer mit dem Lied „Macho Macho“ von Rainhard Fendrich, in einer ganz speziellen Version, noch einmal auf die Vorzüge eines katholischen Priesters aufmerksam. Nach seinem Vortrag wurde Sascha Jung vom KCK-Präsidenten Dirk Loomans und dem KCK-Sitzungspräsidenten Bardo Frosch zum Ehrenkomiteeter des KCK ernannt.

 

Nach dieser „hochkatholischen“ Ehrung ging es in die Pause von „3 x 11 Minuten“. Im Pausenempfang konnte sich das Komitee des KCK mit Köstlichkeiten der Favorite von Christian Barth für den zweiten Teil der Sitzung perfekt stärken.

 

Im zweiten Teil der Sitzung ging es mit einem schönen Lied, aus der Feder unseres Ehrenpräsidenten Jürgen Müller, weiter. Der ganze Saal sang fröhlich und schunkelte ausgelassen.

 

Den ersten Akzent im zweiten Teil setzte als Redner der „Deutsche Michel“. Bernhard Knab, der Aktivensprecher des KCK, verstand es dabei die lokalen, landes- und bundesweiten politischen Ereignisse des letzten Jahres gekonnt in den Vordergrund zu stellen. Dabei stellte der „Deutsche Michel“ fest: „Gott Jokus, hast Du Meenzer uns sehr gern, halt Fr. Eder von uns fern!“ Hierfür und natürlich auch für seine anderen Verse gab es vom KCK-Publikum stehenden Beifall.

 

Wie auf Schienen, kam dann mit dem Lied „Ganz Meenz schreit laut Hurra, die Mainzelbahn ist da!“ die Mainzelbahn der „Altrheinstromer“ singend in den Gutenbergsaal gefahren. Dabei gaben Andy Mayer, Uwe Hager und Thomas Wucher mal so richtig Gas. Dabei durften natürlich eingebettet in die Mainzelbahn die Gassenhauer der Altrheinstromer nicht fehlen.

 

Mit „bekannten“ Stimmen ging es überragend weiter. Gerald Kollek machte mit dem KCK-Publikum einen Sprung in die frühen Jahre der 90’er. Dabei gaben sich der „Literatur-Papst“ Marcel Reich-Ranicki, Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl und der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm die Ehre. Helmut Kohl musste dabei eine sehr spezielle Attacke von Marcel Reich-Ranicki einstecken: „Sie sind für mich der lebende Beweis, dass der Inhalt eines Menschen oft in grassen Widerspruch zu seinem Umfang steht.“ Ein Genuss für die Ohren und auch von Gestik her eine Meisterleistung von Gerald Kollek.

 

Mit dem Ballett „Unique“ wurde es dann richtig heiß im Gutenbergsaal der Mainzer Rheingoldhalle. Unter dem Motto „Burlesque Tanz“ legte die Tanzgruppe aus Ingelheim so richtig los und riss das KCK-Publikum so richtig von den Sitzen.

 

Zum Ende der Sitzung trat dann Detlev Schönauer ins Rampenlicht beim KCK. Diesmal wieder als Bio-Lehrer richetete er vor allem seinen Blick auf die Jugend von heute. Detlev Schönauer: „Subjekt, Prädikat, Beleidigung, Alter ey“!“ Diesen Auftritt belohnte das KCK-Publikum mit stehenden Ovationen. Auch Detlev Schönauer wurde an diesem Abend in den Kreis der Ehrenkomiteeter des KCK aufgenommen.

 

Und schon war es da, das große Finale beim KCK. Eingeleitet wurde das Ende der vierfarbbunten Schau durch die Ingelheimer Konfettis, die den Gutenbergsaal noch einmal so richtig zum Kochen brachten. Das stimmungsvolle Ende der KCK-Sitzung markierte dann Stefan Persch ganz traditionell mit dem Lied „Meenz bleibt Meenz“. Dabei führte der Spielmanns- und Fanfarenzug der Mainzer Ranzengarde das Komitee aus dem Gutenbergsaal ins Foyer der Rheingoldhalle. Dort legte RPR1. DJ Ralf Schwoll richtig los und ließ die Närrinnen und Narrhalesen bis in die frühen Morgenstunden mit Blick auf den Rhein, das Rathaus und den schönen Mainzer Dom mehr als abtanzen. Wie es in Mainz gute Tradition ist, wurde die Nachsitzung mit dem Lied „Fassenacht in Meenz“ in einem tanzenden Kreis aller verbliebenden Närrinnen und Narrhalesen beendet.

 

Nach gut 14 Stunden im Einsatz für den KCK hatte ich große Mühe die KCK-Kapp auszuziehen, meine Orden gekonnt abzulegen, mich aus meinem Gehrock und meiner Weste zu befreien, das Hemd über den Kopf zu ziehen und wieder aus der Hose zu schlüpfen. Um kurz vor 06:00 Uhr fiel ich erschöpft, leider ohne einen KCK-Schlafanzug, ins Bett. Dabei lief natürlich noch „Am Rosenmontag bin ich geboren“. Ob ich von Margit Sponheimer oder meiner Freundin geträumt habe, bleibt allerdings mein Geheimnis!

 

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